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Urlaub in Wien

“You always find a way to make your day a little brighter.” Überall auf dieser Welt gibt es Geheimnisse, verborgene Orte und neue Perspektiven zu entdecken. Ich liebe es, solche Orte ausfindig zu machen, zu dokumentieren und so Teil der Geschichte zu werden. Dabei geht es mir vor allem darum, Gefühle einzufangen, Eindrücke zu vermitteln. Eine Aufgabe, die für mich das Zusammenspiel mit dem Ort in den Mittelpunkt stellt, die Liebe zu Wien und dem unerschöpflichen Potenzial dieser Stadt wachsen ließ und die Idee eines Bildbandes entstehen ließ.

Eine Ode an Wien also! Ein Bildband, der 10 verschiedene Areale in Zusammenarbeit mit 10 verschiedenen Models in den Blickpunkt rückt, um Charakteristiken festzuhalten, Horizonte zu erweitern und dazu anzuregen, mit neugierigen und offenen Augen durchs Leben zu gehen. Vom Böhmischen Prater bis nach Nussdorf, von der Großfeldsiedlung bis zu den Steinhofgründen: Jeder Ort ist einzigartig und lebt für sich, doch gemeinsam bilden sie eine eindrucksvolle Gesamtperspektive dieser Stadt. Dein Wien. Mein Wien. Unser Wien. Euer Wien.

Zehn Kapitel

Die Texte der zehn Kapitel stammen von in Wien lebenden Personen, darunter ein Schauspieler, ein Musiker, ein Fotograf und eine Wirtin. Ihre persönlichen Erlebnisse und Gedanken machen die Texte lebendig und vielseitig.


  • Format: 210x270mm, 208 Seiten
  • Softcover (matt cellophaniert)

Anna Ullrich, Deejane

„Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehen?“ Wenn es dunkel wird, tauscht Wien die Zauberflöte gegen das Mischpult. Diese Stadt hat alles zu bieten, sie vibriert. Am Freitag schmusen im VOGA, am Samstag raven im SASS. „Haben Sie das schon erlebt?“ Wer wie ich gerne Cocktails schlürft und zu später Stunde noch gut essen will, wird das Motto im 5ten lieben. Der perfekte Einstieg für eine lange Partynacht, denn die Stadt bietet so gut wie jede Woche einen internationalen Top-DJ. Oh Wien, du bist so wunderschön, lass die Nacht nie vorübergehen.

Andreas Joska, Künstler

Ich radle zur Arbeit durch den Böhmischen Prater. Es ist früh und die Luft ist noch frisch, durchzogen von einem dezenten Oeuvre bestehend aus Langoschfett und Spareribs. Eine Ziege frisst Grashalme aus den Rissen im Asphalt und das Hängebauchschwein beobachtet mich, während irgendwo hinterm Werkelmann ein Hahn kräht. Ich lehne mein Rad an das alte Karussell mit den Hutschpferden drauf und stierdl aus meiner Hosentasche einen Euro. Unter lauter „Düdlü“- Musik klappt der rote Punchingball aus dem Automaten. Ich rauch ihm eine an. Er nennt mich Schwächling. Na gut, hab ja noch zwei Versuche.

Gini Liedl, Pädagogin

Ein Drache fliegt vorbei, eine Schlange kreuzt meinen Weg, Eichkätzchen spielen Fangen im Sonnenlicht und ein Reh schaut plötzlich ums Eck. Kinderlachen, das Rauschen von im Wind wehendem Gras, der Geruch der Jahreszeiten, ein Stanitzel Maroni, ein Zustand kompletter innerer Ruhe. Das alles und noch viel mehr finde ich auf den Steinhofgründen. Ein Plätzchen, um sich zurückzuziehen, sich in der Welt der Bücher zu verlieren und offline zu sein. So nah und doch so fern vom ganzen Großstadtdschungel, der Ort, an dem die Zeit für mich einfach langsamer schlägt als anderswo.

Stefan Wessel, Schauspieler

Ein flüchtiger Blick, aus dem Augenwinkel, wie eine Melodie, die in einem Moment der Ablenkung aus einem geöffneten Fenster dringt und ich spüre, ich muss ihr folgen. Mich heute hingeben. Aus meiner Versenkung in die Klänge, die aus meinen Kopfhörern in meine Ohren dringen, aufblicken. Einmal nicht die altbekannten Wege nehmen. Wer ist dieses gleichsam jugendliche und doch eigenartig erhabene Wesen, scheinbar allwissend, welches unnahbar und dennoch neugierig meinen Blick erwidert? Sie hat dieses gewisse je ne sais quoi, diese undefinierbare, schwer greifbare Eigenschaft, die man „Klasse“ nennt.